Religiöse Kinderwochen
Beschreibung
Religiöse Kinderwochen sind (ganz kurz gesagt) eine Erfindung aus der DDR-Zeit der fünfziger Jahre, um auch ohne schulischen Religionsunterricht eine katechetische Unterweisung der Kinder zu ermöglichen. Heute hat sich ihr Charakter natürlich geändert. Vor allem bieten sie heute für Christen in der Diaspora eine Möglichkeit, christliche Gemeinschaft konkret zu erfahren – als Gemeinschaft einer Gruppe von Christen aller Altersgruppen, die ihr Leben miteinander teilen.
Im Idealfall fährt man für diese Woche weg. Kinder, Jugendliche und Erwachsene gehören zu einer Gruppe: Sie leben gemeinsam, sie wohnen zusammen, essen, beten, singen, spielen gemeinsam und versuchen an Hand eines Themas mehr von unserem Glauben zu verstehen. Die Formen, in denen dies geschieht, können sehr vielfältig sein.
Verbindung von Glauben lernen und Glauben singen
Singen gehört ganz selbstverständlich zur Religiösen Kinderwoche. Zum jährlichen Materialbuch, in dem von einem Team das Thema des aktuellen Jahres katechetisch aufgearbeitet wird, gibt es immer auch ein Liedheft mit ca. 20 neuen (oder auch alten) Liedern. Die Liedauswahl orientiert sich an einem Thema, aber es gehören stets auch einige „nur lustige“ Lieder zum Repertoire. Singen macht Freude, singen stiftet Gemeinschaft und die Liedtexte können Gedanken zum Thema einbringen oder vertiefen. Singen ist Gebet, gesungene Texte merken sich besser, Kinder singen gern und Musik ist für sie heute ganz allgemein ein wesentliches Element ihres Lebens, in dem der Glauben nicht fehlen sollte. Auf der Religiösen Kinderwoche singen wir früh, mittags, abends, zwischendurch, eigentlich immer wieder.
Materialbeispiel
Das aktuelle Material erscheint jährlich im Frühjahr (St. Benno-Verlag Leipzig). Es besteht aus Materialbuch inkl. Daten-CD-ROM, Liedheft, Lieder-CD, Plakaten und einem „Erinnerungsstück“ für die Kinder; manchmal gibt es weitere Materialien (s. www.religioesekinderwoche.de). Alle Bistümer im Osten Deutschlands bieten jeweils eine Einführung zum neuen Material an.
Perspektive
Die Religiöse Kinderwoche realisiert ein Stück gelebte christliche Gemeinschaft und wirkt in die Gemeinden hinein, indem die Lieder dort weiterklingen. Als Christen für eine gewisse Zeit miteinander zu leben, die normalen Vollzüge des Lebens (wohnen, essen, aufräumen, beten, singen, spielen, reden, lachen, denken, feiern, fragen, ...) miteinander zu teilen und dann zu erfahren, dass darin das Reich Gottes unter uns anfangen kann – nicht mehr und nicht weniger ist die Religiöse Kinderwoche.
(Erz-)Diözesen | Berlin, Dresden, Erfurt, Magdeburg, Hamburg (Schwerin), Görlitz |
Region |
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Beteiligte Institutionen/ Ebene | Pfarreien, Dekanate, Bistum |
Ansprechpartner | Dr. Kai-Uwe Socha, Religionspädagoge in der Begegnungsstätte St. Otto Zinnowitz |