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Seminar für Kinderchorleitung
Dozenten:
Prof. Andreas Mohr und
Prof. Thomas Holland-Moritz
Singen mit Kindern
Stimmbildung und praktische Musiziermodelle
Stimmphysiologische Grundlagen der Kinderstimme
- Stimmbildungsgeschichten / Stimmbildungslieder
- Bewegungselemente: Körpergesten, einfache Tanzformen, Klanggestalten im Raum
- Animative Lieder, Sprechverse und Stimmimprovisationen
- Solmisation
- Singendes Musizieren mit Kindern: elementare mehrstimmige Formen, Kanon, einfache Instrumentalbegleitung auf Stabspielen und kleinem Schlagwerk
Datum: 12.05.2012 – 13.05.2012
Ort: Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung, 66564Ottweiler
Anmeldung und weitere Infos unter:
www.saarlaendischer-chorverband.de
Veranstalter: Saarländischer Chorverband e.V.
Schlossstraße 8, 66117 Saarbrücken
Veranstaltungen
„Und führe zusammen, was getrennt ist...“
So lautet das Motto der Heilig-Rock-Wallfahrt 2012, die vom 13. April bis 13. Mai 2012 in Trier stattfinden wird.
Auch unsere Chöre wird dieses große Ereignis in vielfältiger Weise zusammenführen. Beispielsweise sind alle Chöre eingeladen, den Jugendgottesdienst im Palastgarten am 29. April musikalisch mitzugestalten, zu dem bis zu 4000 Jugendliche erwartet werden!
Ein weiteres Highlight wird ein Konzert verschiedener Kinder- und Jugendchöre des Bistums in der neu renovierten Liebfrauen-Kirche in Trier sein. Es wird am 20. April 2012 um 18.30 Uhr stattfinden.
Berichte
Seminar für Kinderchorleitung
Lass es mich tun, und ich verstehe.
Fortbildung „Musikalische Arbeit mit Kindern“ des Pueri-Cantores-Diözesanverbandes
Am Samstag, dem 21. Januar 2012, fand im Albertus-Magnus-Saal des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Trier eine Fortbildung zur Musikalischen Arbeit mit Kindern statt.
Initiiert wurde der Workshop vom Trierer Pueri-Cantores-Diözesanverband, der dazu den Dozenten Prof. Werner Schepp nach Trier eingeladen hatte.
Prof. Schepp ist seit 1991 Kantor an der Klosterkirche St. Mariä Himmelfahrt in Mülheim/Ruhr (Saarn) und zudem seit September 2007 Professor für Chorleitung an der Folkwang Universität in Essen. In Saarn leitet er u. a. eine vielfältige chorische Nachwuchsarbeit im Rahmen einer Singschule (www.musik-im-kloster-saarn.de).
Die fünfzehn Teilnehmer der Veranstaltung konnten einen spannenden Tag erleben, der angefüllt war mit dem Ausführen, d. h. Singen und Gestikulieren von Liedern zu verschiedenen, vor allem stimmbildnerischen Aspekten. Prof. Schepp erläuterte auf anregende und humorvolle Weise die Entwicklung des Kindes zur selbständigen Sängerin bzw. zum selbständigen Sänger durch verschiedene Prozesse des Lernens: Durch anfängliche Interaktion zwischen Chorleiter/in und Chor mittels altersgemäßer Begrüßungs- und Kommunikationslieder wird Emotion geweckt. Die zu den Liedern passenden Körperbewegungen erleichtern und fördern diesen Prozess. Interaktion und Emotion wiederum führen zur Motivation des Kindes, die für alle Chorleiter/innen der entscheidende Faktor einer langfristig angelegten „Sängerbiographie“ ist und auf deren Grundlage das Heranführen der Kinder und Jugendlichen auch an die klassische Chorliteratur möglich wird. Die Verbindung von Singen (= gehobene Sprache) und Bewegung (= Sprache ohne Worte/Körpersprache) wiederum führt zum ganzheitlichen Singen. Dass es dazu eben nicht vieler Worte bedarf, belegte Prof. Schepp durch seine eigenen kurzgefassten (und klar verständlichen) Erläuterungen und mit einem Zitat von Konfuzius: „Erkläre mir, und ich vergesse. Zeige mir, und ich erinnere. Lass es mich tun, und ich verstehe.“
Die Teilnehmer kehrten mit einem großen Fundus an Liedern und vielen neuen Impulsen in ihre Chöre zurück.
Axel Simon
Vom 13. bis17. Juli fand in Würzburg das 6. Deutsche Chorfestival der Pueri Cantores statt. Auch Chöre aus dem Bistum Trier waren mit dabei.
Singende Botschafter der Liebe Gottes
Würzburg/Trier – Riesiger Applaus, La-Ola-Wellen und Jubelrufe: Mit einem grandiosen Finale ist das 6. Deutsche Chorfestival der Pueri Cantores am 17. Juli, im Würzburger Kiliansdom zu Ende gegangen. „Euer Gesang ist ein wichtiger Beitrag zum Lobe Gottes und zum Dienst an den Menschen“, rief Bischof Dr. Friedhelm Hofmann den über 3.000 Kindern und Jugendlichen aus knapp 100 Chören beim Abschlussgottesdienst zu. Darunter waren auch etwa 100 Mädchen und Jungen aus dem Bistum Trier. Die jungen Sängerinnen aus dem Jugendchor der Wendelinus-Basilika aus St. Wendel, aus dem Kinderchor von Sankt Peter in Bous und St. Marien in Ensdorf sowie von den Trierer Domsingknaben nahmen an dem Chorfestival teil.
Präsident des deutschen Pueri Cantores-Verbandes ist der Trierer Referent für Kirchenmusik Matthias Balzer. „Würzburg hat uns vier Tage lang angelacht mit seiner Sonne. Heute weint Würzburg, weil wir nach Hause fahren“, sagte Balzer zum Abschluss des Festivals. Die vielen „Ohrwürmer“ des Festivals würden ihn in den nächsten Wochen nicht loslassen. „Und auch für die jungen Sängerinnen und Sänger aus dem Bistum Trier war Würzburg mit Sicherheit ein unvergessliches Ereignis“, betonte Balzer. Fünf Tage lang hätten die Chöre ihre Zuhörer unter dem Motto „Singen von Gottes Wegen“ begeistert. „Wir sind überreich beschenkt worden mit diesem Festival“, sagte auch Hauptorganisator Domkapellmeister Professor Martin Berger.
Sichtlich begeistert sprach auch Bischof Dr. Friedhelm Hofmann beim Abschlussgottesdienst von den Tagen des Festivals, die mit Musik und Begegnung angefüllt gewesen seien. „Eindrucksvoll war zu erleben, wie jung die Kirche sein kann. Viele tausend junge Sängerinnen und Sänger haben uns mit ihren Liedern und ihrer Chormusik erfreut“, sagte der Bischof. Die jungen Sängerinnen und Sänger tragen für den Bischof mit ihrem Gesang dazu bei, dass der Himmel schon jetzt ein wenig besser erkannt werde. Die Kinder und Jugendlichen arbeiteten nicht nur mit an einer besseren, friedvolleren Welt, sondern auch daran, dass die Menschen einen Spalt weit in den Himmel schauen könnten. Die Pueri Cantores könnten Farbe in den tristen Alltag bringen und durch das frohe Singen die Menschen erfreuen, begeistern und für Gott gewinnen. „Ihr seid dann wahrhaft singende Botschafter der Liebe Gottes“, sagte Bischof Hofmann zu den jungen Sängerinnen und Sängern.
Das Chorfestival war am 13. Juli eröffnet worden. Begegnungskonzerte und Friedensgebete sowie gemeinsame Feiern der Kinder und Jugendlichen standen auf dem Programm. Auch gab es ein Fest der Chöre. Und am Ausflugstag besuchten die kirchlichen Kinder- und Jugendchöre Aschaffenburg, Karlstadt, Kitzingen, Miltenberg, Münnerstadt und Ochsenfurt. Dort sangen sie bei Friedensgebeten und spontanen Konzerten.
Singen verbindet
Über 400 junge Leute beim saarländischen Kinderchortag in Saarbrücken
Saarbrücken - Singen verbindet: Über 400 Kinder und ihre Betreuer waren begeistert beim saarländischen Kinderchortag des Bistums Trier am 24. September in Saarbrücken bei der Sache. Der Tag wurde erstmals in dieser Form von den Fachstellen für Kirchenmusik in Marpingen, Merzig und Saarbrücken auf Landesebene ausgetragen. 23 Chöre waren mit von der Partie und trugen mit ihrem Einsatz zum Gelingen der Premiere bei.
Regionalkantor Werner Grothusmann zeigte sich zum Abschluss des Kinderchortages rundum zufrieden. Am meisten freute sich der Regionalkantor aber über die Resonanz und die große Begeisterung bei den eigentlichen Akteuren dieses Kinderchortages. Die „kleinen“ Sängerinnen und Sänger waren mit Feuereifer und einer Riesenbegeisterung bei der Sache, zeigten sich dabei ausgesprochen diszipliniert und waren von dem Gemeinschaftserlebnis tief beeindruckt. „Wir sind ganz viele, das konnten die jungen Leute hier erleben. Dieses Gefühl ist wichtig und motiviert“, meinte Grothusmann.
Schon die erste Probe am frühen Morgen in der Basilika St. Johann setzte Akzente. Der gemeinsame Gottesdienst mit Dechant Benedikt Welter, mit gestaltet von allen Chören, bildete einen ersten Höhepunkt. Getragen von Begeisterung zogen die Kinderchöre danach aus, um sich im Rahmen eines offenen Singens in der Fußgängerzone der Öffentlichkeit zu präsentieren. An dieses „Open-Air-Konzert“ schlossen sich weitere zahlreiche Aktivitäten und Aktionen an. Das Spektrum war weit gefasst. So begeisterte etwa „Die Schatzinsel“, ein buntes Zauberprogramm, mit dem der mehrfache deutsche Meister der Kinderzauberei Martin Mathias faszinierte. Singen und Tanzen mit Kindern bildete einen ganz anderen Schwerpunkt, der von der Musikpädagogin Professorin Monika Utasi angeboten wurde. Wieder mit einem ganz anderen, aber nicht minder spannenden Angebot warteten die Dekanatskantoren Gertrud Bronder und Manfred Kochems auf, als es hieß „Musikinstrumente selbstgemacht.“ Auch mehrere Besichtigungen und Führungen standen auf dem Programm: Die Orgel in der Christkönigkirche faszinierte die Kinder ebenso wie der Rundgang durch das Saarbrücker Staatstheater, wobei auch der Schnürboden nicht ausgelassen wurde. Und dann gab es noch zwei besondere Höhepunkte: Das Schlossgespenst höchstpersönlich führte die jungen Sänger und Sängerinnen durch das restaurierte historische Schlossgebäude. Und niemand Geringeres als Graf Johann und Gräfin Marguerites übernahmen mit den Kindern die Erkundung der unterirdischen Burganlage.
Abschließender Höhepunkt war das gemeinsame Finale in der Aula der Willi-Graf-Schulen. Hier demonstrierten die Kinder und Jugendlichen die Ergebnisse ihrer Workshops. Dazu kamen Gesangsdarbietungen einzelner Chöre.
Kein Wunder also, dass Regionalkantor Grothusmann bereits über den nächsten Kinderchortag nachdenkt. Er könnte in zwei bis drei Jahren wieder auf dem Programm stehen – dann vielleicht in einer anderen saarländischen Kommune.




